LEHRGANG FÜR ELEKTROAKUSTISCHE UND EXPERIMENTELLE MUSIK
AN DER UNIVERSITÄT FÜR MUSIK UND DARSTELLENDE KUNST WIEN
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LEHRGANG FÜR ELEKTROAKUSTISCHE UND EXPERIMENTELLE MUSIK AN DER UNIVERSITÄT FÜR MUSIK UND DARSTELLENDE KUNST WIEN

Unser Universitätslehrgang richtet sich als Ausbildungsangebot an künstlerisch interessierte Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1963 bildet der ELAK-Lehrgang, wie er auch genannt wird, ausgehend von elektronischem Klang, eine offene Plattform für vielfältige Kunstpraktiken, die sich von musikalischer Komposition über Sounddesign, intermediale Installationen und Performances erstrecken.
Die hohe soziale Kompetenz unseres Ortes ermöglicht wissensdurstigen Menschen einen Einstieg bzw. eine Vertiefung in ihr eigenes künstlerisches Leben unabhängig von einer Musikausbildung in der Tradition europäischer Konservatorien. Künstlerische Werdegänge zum/zur MusikerIn, KomponistIn, KlangregisseurIn, SoftwareentwicklerIn und verwandten Berufen werden dadurch ermöglicht.

 

 

INHALTE

 

Elektroakustische und experimentelle Musik

In diesem Seminar wird die Geschichte wie auch Grundlagen der Elektroakustik, der Computermusik und experimenteller Musikformen vermittelt. Unterschiedliche Kompositionsbegriffe, Methoden, sowie formale Ansätze werden vorgestellt und untersucht. Das Verhältnis zwischen Material, Technik, Syntax und Form elektroakustischer Musik sowie die Bereiche Klangmorphologie, Soundscape und Klangkunst bilden die Hauptschwerpunkte. Gemeinsamkeiten zu anderen, auch historischen Musikformen werden behandelt, um Elektroakustik und Computermusik in den Kontext der gesamten Musikentwicklung zu stellen. Die methodische Erarbeitung von musikalischen Begriffen, analytisches, akusmatisches sowie ganzheitliches Hören als Basis künstlerischer Auseinandersetzung wird gefördert. Praktische Übungen, Gastvorlesungen und Präsentationen von eigenen Arbeiten ergänzen das Seminar.


Komposition

In Kleingruppen (2 – 4 Personen) werden die persönlichen Arbeiten der Studierenden besprochen. Je nach Semesterstufe werden gezielte oder offene Aufgaben gestellt, die immer genügend Spielraum für vielfältige künstlerische und ästhetische Ausarbeitung offen lassen.

Der individuelle Zugang jedes/jeder Studierenden wird berücksichtigt, gleichzeitig wird versucht, technische oder ästhetische Schemata zu hinterfragen und neue formale und klangliche Zugänge zu finden. Auch die Betreuung der schriftlichen Abschlussarbeit ist Teil dieses Fachs.

Studiotechnik

In dieser Vorlesung werden klassische und experimentelle Methoden der elektroakustischen Transformation, in Realtime und/oder Offline behandelt. Mit den Methoden sind natürlich auch die praktischen Geräte und Maschinen, oder eben die Programme, die Software und deren Bedienung und Handhabung ein Thema. Gegliedert ist die Vorlesung im ersten Semester mit klassisch analogen Instrumenten, wie Tonband, Mischpult, Mikrofone, Analogsynthesizer. Im zweiten Semester werden die Programmiersprachen Max und Pure Data ausgebreitet, mit denen in weiterer Folge dann die einzelnen Transformationstechniken erklärt werden. Weitere Schwerpunkte der Vorlesung sind:

  • geschichtliche Darstellung der technischen Entwicklung in der elektroakustischen Musik
  • Produktionstechniken im Studio von Mono bis Mehrkanal
  • Postproduktion allgemein und speziell in der elektroakustischen Musik
  • Zeitparadoxa, Giant FFT etc.

Im Einzelunterricht Praktikum geht es um ein Heranführen an technisch-künstlerischen Umsetzungen. Der/Die Studierende erfährt eine “künstlerische Zusammenarbeit” bei der Entstehung oder Realisierung eigener Projekte.

Music Processing

Musikproduktion und Tonverarbeitung durch den Einsatz von Mikroprozessoren und Computern.
Klangsynthese, digitale Filter, digitale Audioeffekte, räumliches Audio.
Sampling, Klangwahrnehmung, Quantisierung, Codierung.
Programmierung: Audio-spezifische Software-Umgebungen, Struktur von Programmen.
Musikinformations-Theorie, computergestützte Komposition, Musik-Informations-Retrieval und Audio-Content-Analyse.

Live-Elektronik

Dieses Seminar setzt sich aus einem theoretischen und einem praktischen Teil zusammen. Einerseits werden Live Elektronische Realisierungen in der zeitgenössischen Musik, als auch in anderen musikalischen Genres wie Performance, Improvisation besprochen, als auch praktische Erfahrung in Konzerten, Klassenabenden gemacht. Methoden von Live Processing werden anhand der Programmiersprache Max besprochen und programmiert.

Akustik

Darstellung des Phänomens “Klang” aus physikalischer Sicht unter der besonderen Berücksichtigung des Zusammenklangs mehrerer Instrumente, Einführung in die Schwingungslehre, Apperzeption akustischer Signale, Elementare Wellenformen der Elektroakustik, physikalische Darstellung der Frequenzverteilung (Sonogramme), Signaldarstellung im Zeitbereich und Frequenzbereich, FFT, akustischer Signatur der Instrumente, Topologie der Instrumentation im klanglichen Kontext, Zusammenklang mehrerer Schallquellen (mögliche gegenseitige Beeinflussungen der Spektren), Klanganalyse ausgewählter Beispiele der Musikliteratur.

Peter Ablinger / Maryanne Amacher / Oren Ambarchi / Laurie Anderson / Aphex Twin / Robert Ashley / Sam Auinger / Milton Babbitt / Natasha Barrett / Louis and Bebe Barron / William Basinski / François Bayle / the Beatles / William Bennett / Félix Blume / Konrad Boehmer / Pierre Boulez / Gavin Bryars / Earle Brown / Herbert Brün / William S. Burroughs / John Cage / Janet Cardiff / Wendy Carlos / Carl Michael von Hausswolff / Angélica Castelló / Michel Chion / Henri Chopin / John Chowning / Nicolas Collins / Tony Conrad / Peter Cusack / Pan Daijing / Paul DeMarinis / DJ Spooky / Francis Dhomont / John Duncan / Brian Eno / Franco Evangelisti / Farmers Manual / Morton Feldman / Mark Fell / Christian Fennesz / Luc Ferrari / Beatriz Ferreyra / Klaus Filip / Bill Fontana / Stefan Fraunberger / Glenn Gould / Thomas Grill / Florian Hecker / Robert Henke / Pierre Henry / Christoph Herndler / Dick Higgings / Concepción Huerta / Ryoji Ikeda / France Jobin / G.X. Jupitter-Larsen / Zbigniew Karkowski / Katharina Klement / Volkmar Klien / Milan Knížák / Dieter Kovacic / Thomas Köner / Gottfried Michael Koenig / Kraftwerk / Johannes Kreidler / Ernst Krenek / Christina Kubisch / Tilman Küntzel / Peter Kutin / La Monte Young / Bernhard Lang / Bernhard Leitner / György Ligeti / Francisco Lopéz / Alvin Lucier / Christian Marclay / Maximilian Marcoll / Max Mathews / Merzbow / Wolfgang Mitterer / Conlon Nancarrow / Max Neuhaus / Olga Neuwirth / Phill Niblock / Carsten Nicolai / Jérôme Noetinger / Thomas Noll / Pauline Oliveros / Daphne Oram / Bob Ostertag / Oval / Bernard Parmegiani / Pink Floyd / Franz Pomassl / Dick Raaymakers / Günther Rabl / Eliane Radigue / Peter Rehberg / Guy Reibel / Steve Reich / Jean-Claude Risset / Manuel Rocha Iturbide / Steve Roden / Jim O’Rourke / Maja Osojnik / Billy Roisz / Luigi Russolo / Tristan Perich / Lee “Scratch” Perry / Radian / Maja S. K. Ratkje / Terry Riley / Ryuichi Sakamoto / Jorge Sanchez Chiong / Erik Satie / Scanner / Pierre Schaeffer / Elisabeth Schimana / Marcus Schmickler / Michael J. Schumacher / Kurt Schwitters / Phillip Sollmann / Laurie Spiegel / Morton Subotnick / Burkhard Stangl / Steven Stapleton / Karlheinz Stockhausen / James Tenney / Terre Thaemlitz / Yasunao Tone / David Tudor / Mika Vainio / Ilpo Väisänen / Annette Vande Gorne / Edgard Varèse / Mario de Vega / Jennifer Walshe / Jana Winderen / Trevor Wishart / Christian Wolff / Yannis Xenakis / Yan Jun / Samson Young / Frank Zappa / Marta Zapparoli

 

 

 

STUDIENINFORMATION

 

Lehrgang

Lehrgangsdauer: 6 Semester
Kontakt: Michaela Baumgartner
baumgartner@mdw.ac.at

Anmeldung

Nächste Zulassungsprüfung: 27.09.2021 (Anmeldezeitraum 01.06.-25.08.2021)
Anmeldung zum Lehrgang bzw. zur Zulassungsprüfung

 

 

veranstaltungen

 

ZULASSUNGSPRÜFUNG

 

Montag, 27.9.2022

Zulassungsprüfungen

Ort: Anton von Webern Platz 1, Klangtheater @ Future Art Lab, Raum VU149, 1030 Wien

Beginnzeit: 9 h

Infos zum Ablauf

 

VERANSTALTUNGEN

 

12. November 2021

Einschreibung, Übertragung, Abtragung – LOGOTHETIS 100.5

Dieser Konzertabend fokussiert auf zwei wesentliche Aspekte musikalischen Schaffens: einerseits auf das dynamische Verhältnis zwischen Komposition und Interpretation und andererseits auf jenen der Fixierung von Musik zwischen Notation und Klangspeicherung.
Anlässlich des 100. Geburtstags von Anesthis Logothetis werden grafische und elektroakustische Kompositionen aufgeführt, sowie fünf Bezug nehmende, von Studierenden des Lehrgangs für elektroakustische und experimentelle Musik (ELAK) erarbeitete Stücke präsentiert.
Die Komposition “rill” von Adam McCartney und Thomas Grill thematisiert interpretatorisches Potential durch Unschärfen in der Partitur.
Die Inszenierung der Stücke erfolgt im Klangtheater des Future Art Lab auf 21 hemisphärisch angeordneten Lautsprechern.

12. November 2021, 19:00
mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Klangtheater @ Future Art Lab
Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

Festival Wien Modern: EINSCHREIBUNG | ÜBERTRAGUNG | ABTRAGUNG, LOGOTHETIS 100.5

19.-21. Mai 2022

Symposium Xenakis 2022: Back to the Roots

Anlässlich des hundertsten Geburtstags des griechisch-französischen Komponisten Iannis Xenakis veranstaltet das Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) in Kooperation mit dem Lehrgang für elektroakustische und experimentelle Musik (ELAK) an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ein Symposium zu Xenakis’ elektroakustischem Œuvre. Aufführungen der elektroakustischen Werke vervollständigen das wissenschaftliche Programm an den Abenden der Tagung.

19.–21. Mai 2022, mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Call for projects: Symposium Xenakis 2022





NEUIGKEITEN

 

Juni 2020

Artistic Research Pilot Call

Den ELAK-Studierenden Conny Zenk und Paul Ebhart wurden im Rahmen des AR Pilot Calls der mdw Förderungen für ihre jeweiligen künstlerischen Forschungsprojekte zuerkannt.

November 2019

EMS Elektronmusikstudion Residency

ELAK-Student Christoph Punzmann und unser Absolvent Moritz Nahold wurden vom renommierten EMS Studio für elektroakustische Musik und Klangkunst in Stockholm/Schweden als Gastkomponisten für Residencies im kommenden Jahr ausgewählt.

 

Oktober 2019

INA GRM Akousma festival

ELAK-Student Fabian Lanzmaier wurde im Zuge des internationalen Calls “Concours Banc d’essai” ausgewählt, sein Stück “A bugs dream of heaven” beim diesjährigen, renommierten Festival Akousma der INA GRM am 20. Oktober in Paris zu präsentieren.

 

September 2019

Artistic Research and Arts-based-Philosophy 2019/2020 in Tamil Nadu, South India

Der ELAK-Studentin Nina Bauer wurde ein dreimonatiges Stipendium für die Residency in Adishakti, Laboratory for Arts Research, South-India, Tamil Nadu zuerkannt. Das Thema des diesjährigen Calls lautete “Truth and Lies – Aesthetic Practices in Times of Fake News”.

 

Mai 2019

Prix Ars Electronica, Digital Musics and Sound Art – Goldene Nica

Unser Alumnus Peter Kutin erhält den Hauptpreis des diesjährigen Prix Ars Electronica für seine audiovisuelle Arbeit Torso #1.
Die Verleihung des Preises findet im Rahmen der Prix Ars Electronica Gala im September in Linz statt.

 

lehrende
 

Thomas Grill (Lehrgangsleitung)

Elektroakustische Musik 5+6 (Vorlesung und Seminar)

Komposition 5+6 (Praktikum)

Studiotechnik 3+4 (Praktikum)

Geboren 1972, Studien elektroakustischer Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Doktoratsstudium Komposition und Musiktheorie and der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Post-Doc am Österreichischen Forschungsinstitut für Artificial Intelligence (OFAI). Leiter des mehrjährigen, interuniversitäten künstlerischen Forschungsprojekts Rotting Sounds.

Komponist und Performer elektroakustischer Musik, Medienkünstler, Technologe und Klangforscher. Seine Arbeiten reichen von installativer Klangkunst über elektro-instrumentale Improvisation bis zu rein akusmatischen Kompositionen für Lautsprecher. Zahlreiche Auftritte und Präsentationen, sowie wissenschaftliche Publikationen und Vorträge in lokalem und internationalem Rahmen. Kooperationen mit namhaften Künstlern aus den Bereichen Musik, Literatur, Theater, Tanz und Video.

 

Katharina Klement

Elektroakustische Musik 1-4 (Vorlesung und Seminar)

Komposition 1-4 (Praktikum)

geboren 1963 in Graz, Studien Klavier, Komposition und elektroakustische Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien.

„Composer-performer“ im Bereich von notierter und improvisierter, elektronischer und instrumentaler Musik. Ein Schwerpunkt liegt auf räumlichen Konzepten, zahlreiche Mehrkanal-Kompositionen in Kombination mit Instrumenten oder Stimme. Querverbindende Projekte in den Bereichen Musik-Text-Video, Klanginstallationen. Besonderes Interesse gilt dem Instrument Klavier und dafür erweiterte Spieltechniken. Gründerin und Mitglied zahlreicher Ensembles für improvisierte und kollektiv komponierte Musik.

Internationale Konzerttätigkeit, seit 2006 als Lehrbeauftragte am Lehrgang tätig.

lebt in Wien

www.katharinaklement.com

 

Wolfgang Musil

Technik der Elektroakustischen Musik 1-4 (Vorlesung und Seminar)

Studiotechnik 1+2, 5+6 (Praktikum)

Live-Elektronik 1-4 (Seminar)

Geb. 1958 in Linz, technische Ausbildung, anschließend Studium der elektroakustischen Musik bei Dieter Kaufmann in Wien. Seit 1982 zahlreiche Tonbandkompositionen, Performances, Klanginstallationen sowie Theatermusik, literarische Vertonungen und Musik zu Hörspielen.

Aufträge oder Mitwirkung bei Festivals wie Wien Modern, Wiener Festwochen, Salzburger Festspiele, Musikprotokoll, Tanzquartier Wien, Ultraschall Berlin, Festival der Regionen etc.
Klangregie und Realisation live-elektronischer Werke von und mit Komponisten wie Peter Ablinger, Bernhard Lang, Wolfgang Suppan, Michael Moser und Choreographen wie Xavier Le Roy.

 

Gianpaolo Evangelista

Forschungsseminar 1-2 (Klangverarbeitung)

Music Processing 1-6

Programmieren für MusikerInnen 1-2

DissertantInnenkolleg 1-2

Studien der Physik (Master) an der “Federico II” Universität von Neapel und Elektro- und Computer-Technik (Master und PhD) an der University of California, Irvine. Professor und Forscher in Musikinformatik an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien. Zuvor arbeitete er an der CeMaMu, Paris, mit Iannis Xenakis, an der Universität Neapel, an der Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) und am Medien – und Informationstechnischen Institut (MIT) der Universität Linköping in Schweden. Autor oder Co-Autor von über 110 Publikationen in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften, Tagungsbänden und Büchern, von denen die meisten über die Anwendungen der Signalverarbeitung und Mathematik für Musik und Klangverarbeitung, wie physikalische Modelle von Musikinstrumenten, Zeit-Frequenz und Zeit-Skala Darstellungen, Tonquellentrennung und digitale Audioeffekte.

 


Bernhard Gál

Repertoire der elektroakustischen und experimentellen Musik 1 (Seminar)

Theorie der elektroakustischen Musik 1 (Seminar)

Geboren 1971 in Wien, Komponist, Künstler und Musikwissenschaftler. Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Tonmeisterausbildung) und der Universität Wien (Musikwissenschaft). Dissertation über installative Klangkunst im interuniversitären Doktoratsstudium ‚Wissenschaft und Kunst‘, Universität Mozarteum Salzburg. Seit 2006 künstlerische Leitung des Festivals ‚shut up and listen!‘ in Wien. 2006-07 Lehrtätigkeit an der Universität der Künste Berlin. 2010-13 wissenschaftlicher Mitarbeiter, Doktoratskolleg ‚Kunst und Öffentlichkeit‘, Paris Lodron Universität Salzburg. Seit Herbst 2020 Lehrbeauftragter an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Künstlerische Aktivitäten in den Bereichen zeitgenössische Musik, Klangkunst und Medienkunst. Internationale Konzert-, Ausstellungs- und Vortragstätigkeit. Zahlreiche intermediale Installationen und Klangkunstprojekte. Wissenschaftliche Forschung zu installativer Klangkunst und zeitgenössischer Musik. Diverse Auszeichnungen, u. a. Karl Hofer-Preis Berlin 2001, Jahresstipendium des Berliner Künstlerprogramms des DAAD 2003, österreichisches Staatsstipendium für Komposition 2004 & 2016, Förderungspreis für Musik der Stadt Wien 2010. Verschiedene Tonträgerveröffentlichungen sowie Katalogbücher und DVDs.

http://www.bernhardgal.com

 

(c) Moritz Schell

Angélica Castelló

Repertoire der elektroakustischen und experimentellen Musik 2 (Seminar)

Theorie der elektroakustischen Musik 2 (Seminar)

Angélica Castelló ist eine mexikanisch-österreichische Komponistin, Blocklötistin und Klangkünstlerin. Ihre Kompositionen, abstrakten Improvisationen, elektroakustischen Arbeiten und Performances sind von einem klanglichen magischen Realismus geprägt – realismo mágico sonoro. “Meine Musik ist abstrakt, aber es sind ganz konkrete Menschen, Geschichten, die mich inspirieren.” Ihr extravaganter Stil ist u.a. auf ihrer solo CD Bestiario (mosz 024) nachhörbar und kommt bei ihren Live-Performances und Klanginstallationen speziell zur Geltung (electroaltar, magnetic islands, catorce reflexiones sobre el fin, etc.). Zahlreiche Kompositionsaufträge, internationale Kooperationen und Festivalbeteiligungen.
Castelló studierte Musik in ihrer Geburtsstadt Mexico City, Montréal, Amsterdam, Wien und Linz. Sie ist auch als Kuratorin und Musikpädagogin tätig. Lebt in Wien.

http://castello.klingt.org

 


Reinhold Friedl

Repertoire der elektroakustischen und experimentellen Musik 3 (Seminar)

Theorie der elektroakustischen Musik 3 (Seminar)

Methoden der Forschung 2 (Seminar)

Reinhold Friedl studierte Komposition bei Witold Szalonek und Mario Bertoncini, Klavier bei Renate Werner, Alan Marks und Alexander von Schlippenbach. und Mathematik in Stuttgart, Berlin und Marseille. Promotion in Musikinformatik an der Goldsmiths University, London.

Reinhold Friedl ist bekannt für seine radikale Musik. Er erhielt zahlreiche Preise und Stipendien wie Eurocréation Paris, Villa Serpentara Rom (Berliner Akademie der Künste), STEIM Amsterdam, Paris Cité des Arts,… sowie Aufträge des französischen Staates, Maerzmusik Berliner Festspiele, Wiener Festwochen, Asphodel San Francisco, ZKM Karlsruhe, Roma Europa Festival, der BBC London, Ultima Osolo. Seine Musik wird von Gruppen wie dem Diotima Quartett Paris oder dem Ensemble 2e2m aufgeführt. Friedl veröffentlichte über hundert CDs und LPs als Komponist und Interpret. Interdisziplinäre Kooperationen mit Künstlern wie Sasha Waltz, Frank Castorf (Volksbühne Berlin), Lillevan.

Friedl gründete und leitet die Ensembles Piano-Inside-Out und zeitkratzer und ist als Experte für erweiterte Klaviertechniken bekannt. Friedl arbeitete mit Musikern wie Phil Niblock, Lou Reed, Alvin Lucier, Lee Ranaldo (Sonic Youth), Helmut Oehring, Nicolas Collins, Laurie Anderson, Merzbow, Mario Bertoncini (nuova consonanza), Keiji Haino, Rashad Becker zusammen und hat unzählige Radio- und CD-Aufnahmen gemacht.

Reinhold Friedl lebt in Berlin und Wien.

https://www.reinhold-friedl.de

 

Christian Tschinkel

Repertoire der elektroakustischen und experimentellen Musik 4 (Seminar)

Theorie der elektroakustischen Musik 4 (Seminar)

Geboren 1973, Komponist und Klangregisseur von akusmatischer Musik.
Studien in Psychologie und Musikwissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie in elektroakustischer Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; Teilnahmen an Kursen und Workshops im Bereich Tontechnik, Klangregie, Musiktherapie, Filmmusik u.a.
Umfassende Beschäftigung mit Akusmatik, auch hinsichtlich Pop und Trans-Art („Akusmonautik‟) und Betreiber eines eigenen Akusmoniums („Akusmonautikum‟).
Zahlreiche Musikproduktionen und Publikationen von theoretischen Schriften über Pop-Produktion und Musique acousmatique mit Fokus auf die Hörwahrnehmung (World Scientific, Transcript, Athena, Edition FZA u.a.)

http://www.acousmonuments.space

 

Peter Plessas

Einführung in die Akustik 1 (Vorlesung)

Einführung in die Akustik 2 (Vorlesung)

Musiker, Komponist und Forscher in Computermusik und Medieninformatik.
Breite Konzerttätigkeit als Live-Elektronik Musiker und Klangregisseur
sowie als Instrumentalist im Duo Plinkplank.
Studium Elektrotechnik-Toningenieur sowie Sound and Music Computing an der
Kunstuniversität Graz. Vorträge und Publikationen unter anderem zu den
Themen räumliche Aufnahme und Wiedergabe von Schall, Klangtransformation
und auditive Wahrnehmung. Entwicklung von Computermusikinstrumenten
sowie von Open Source Software zur Synthese und Bearbeitung von Klängen.

Unterrichtet im Fach elektroakustische Komposition an der Universität
für Musik und darstellende Kunst Wien und im Studiengang Sound Design an
der Kunstuniversität Graz.

 

(c) Katharina Hauke

Till Bovermann

Methoden der Forschung 1 (Seminar)

Till Bovermann is an artist and scientist working with field recordings and interactive sound programming to create sonic experiences and speculative islands of immersion and reflection. He has shown his work and self-made instruments at many institutions, among others the Ars Electonica, the ZKM Karlsruhe, but also the OT301 Amsterdam, or the Queen Mary University, London. After studying Computer Science in the Natural Science, majoring in Robotics at Bielefeld University, where he also received his doctorate for his work on Tangible Auditory Interfaces, he was a post-doctoral researcher at the Media Lab of Aalto University, Helsinki. There he initiated TAI-studio.org as a platform for scientific and artistic research on tangible and auditory interfaces. From 2014 to 2016 Till was principal investigator of the 3DMIN project “Design, Development and Dissemination of New Musical Instruments” (3DMIN) at the UdK Berlin. He is currently working for the art-science project “Rottingsounds” at University for Applied Arts Vienna. Till is part of the artist collective “friendly.organisms”.

https://lfsaw.de
https://tai-studio.org